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Kellerabdichtung von außen nach DIN-Norm 18533

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Kellerabdichtung nach DIN 18533

Feuchte Keller sind mehr als nur ein Ärgernis: Sie gefährden die Bausubstanz, schaden der Gesundheit und mindern den Wert der Immobilie. Eine Kellerabdichtung von außen nach DIN 18533 sorgt dafür, dass erdberührte Bauteile dauerhaft vor Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden – im Neubau ebenso wie bei der Sanierung.

Auf dieser Seite erfahren Sie,wie eine normgerechte Außenabdichtung aufgebaut ist,welche Materialien sich eignenund worauf es bei Planung und Ausführung wirklich ankommt.

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Professioneller Aufbau Kellerabdichtung mit Isolation und Ringdrainage DIN 18533 Norm Hamburg, Pinneberg, Rissen, Tangstedt

Warum eine Außenabdichtung des Kellers so wichtig ist

Kellerwände und Bodenplatten stehen ständig im Kontakt mit Erde und Feuchtigkeit. Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit wirken verschiedene Wasserarten auf das Bauwerk ein:

  • Bodenfeuchtigkeit und nicht drückendes Wasser

  • zeitweise oder dauerhaft drückendes Wasser

  • Oberflächen- und Sickerwasser, das sich anstaut

  • aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk

Ohne funktionierende Abdichtung kommt es schnell zu:

  • feuchten Wänden und Ausblühungen

  • Schimmelbildung und muffigem Geruch

  • Wärmeverlusten durch durchfeuchtete Bauteile

  • Abplatzungen, Korrosionsschäden und Rissen

  • langfristigem Wertverlust der gesamten Immobilie

Die Außenabdichtung setzt genau dort an, wo die Feuchtigkeit entsteht: an der erdberührten Gebäudehülle. So bleibt das Bauteil selbst trocken – die beste Voraussetzung für dauerhaften Schutz.

DIN 18533 – die Norm für erdberührte Bauteile

Für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen ist die DIN 18533 die maßgebliche Norm. Sie beschreibt, wie Außenabdichtungen geplant und ausgeführt werden müssen, damit sie den jeweiligen Wasserbelastungen standhalten.

Die Norm unterscheidet verschiedene Wassereinwirkungsklassen, zum Beispiel:

  • W1-E: Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser

  • W2-E: drückendes Wasser (z. B. Grundwasser, Stauwasser)

  • W3-E: nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken

  • W4-E: Spritzwasser und Bodenfeuchte im Sockelbereich

Je nach Klasse ergeben sich andere Anforderungen an die Art der Abdichtung, Schichtdicken, Materialeigenschaften sowie Detailausbildungen (Anschlüsse, Durchdringungen, Fugen, u.a.).

Zusätzlich berücksichtigt die DIN 18533 Rissklassen (wie rissgefährdet ist das Bauteil?) sowie die Nutzungsklassen (wie empfindlich ist der Innenraum (Lagerraum oder Wohnraum?). Aus der Kombination dieser Faktoren wird ein passendes Abdichtungssystem ausgewählt.

Typische Schadensbilder und Ursachen

Eine Kellerabdichtung von außen ist die wirkungsvollste Möglichkeit, Ihr Gebäude dauerhaft trocken zu halten und zukünftige Schäden zuverlässig zu vermeiden. Sie schützt die tragende Bausubstanz, verbessert deutlich das Raumklima und steigert den Wert Ihrer Immobilie spürbar. Durch das Freilegen der Außenwände können wir die Ursachen für Feuchtigkeit direkt an der Wurzel beseitigen und eine hochwertige Abdichtung aufbringen, die viele Jahrzehnte hält. Moderne Abdichtungssysteme passen sich flexibel an das jeweilige Bauwerk an und bilden eine robuste Schutzschicht, die Feuchtigkeit konsequent fernhält. Nach Abschluss der Arbeiten sind Ihre Kellerwände nicht nur geschützt, sondern der gesamte Bereich gewinnt an Nutzbarkeit, Effizienz und Komfort. Wer auf langfristige Sicherheit setzt und Feuchtigkeitsprobleme nicht nur abdecken, sondern wirklich lösen möchte, entscheidet sich für eine Außenabdichtung.

Planung der Kellerabdichtung von außen

Bevor die eigentliche Abdichtung aufgetragen wird, beginnt jeder fachgerechte Ablauf mit einer sorgfältigen Planung nach den Vorgaben der DIN 18533. Zunächst wird der Zustand des Gebäudes bewertet – dazu gehören der Aufbau des Bauwerks, die verwendeten Materialien und mögliche bereits vorhandene Schäden. Anschließend wird die Wasserbelastung des Grundstücks ermittelt. Bodenart, Versickerungsfähigkeit, Grundwasserstand und das Risiko von Stauwasser spielen eine entscheidende Rolle, da sie festlegen, welche Belastung auf das Kellerbauwerk einwirkt.

Aus diesen Erkenntnissen wird die passende Wassereinwirkungsklasse abgeleitet, die maßgeblich bestimmt, welches Abdichtungssystem eingesetzt werden darf. Darauf folgt die eigentliche Systemauswahl, die je nach Bedarf flexible mineralische Abdichtungen, bituminöse Beschichtungen, Reaktivabdichtungen oder bahnenförmige Systeme umfassen kann. Ein weiterer Schritt ist die Detailplanung, in der Anschlüsse zwischen Bodenplatte und Wand, der Sockelbereich, Lichtschächte, Treppen, Fugen und sämtliche Durchdringungen berücksichtigt werden. Abschließend wird ein Konzept für Sicherheit und Qualität erstellt, das Mindestschichtdicken, Kontrollen und Schutzmaßnahmen definiert und damit die Grundlage für eine dauerhaft funktionierende Abdichtung bildet.

Geeignete Abdichtungsstoffe und Systeme

Für die Außenabdichtung stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, die jeweils spezifische Eigenschaften besitzen. Häufig kommen polymermodifizierte Bitumendickbeschichtungen, schnell abbindende Reaktivabdichtungen, mineralische Dichtungsschlämmen oder bahnenförmige Abdichtungssysteme aus Bitumen oder Kunststoff zum Einsatz. Je nach Bauwerk und Wasserbelastung kann auch eine Kombination aus flüssigen und bahnförmigen Abdichtungen sinnvoll sein.

Entscheidend ist dabei, dass die verwendeten Produkte für den Einsatz nach DIN 18533 zugelassen sind und eine ausreichende Rissüberbrückungsfähigkeit besitzen. Ebenso müssen sie zuverlässig auf dem vorbereiteten Untergrund haften und dauerhaft widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Erdberührung und mechanischen Beanspruchungen bleiben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kompatibilität der Abdichtung mit Schutzplatten, Wärmedämmung und Dränageschichten, die später die Funktion des gesamten Systems sichern

Außenabdichtung im Neubau – der typische Ablauf

Im Neubau lässt sich die Außenabdichtung besonders effizient umsetzen, da alle Arbeitsschritte von Beginn an optimal koordiniert werden können. Nach der Errichtung des Rohbaus mit Kellerwänden und Bodenplatte wird der Untergrund vorbereitet, indem Unebenheiten entfernt, Fehlstellen ausgeglichen und sämtliche Schichten gründlich gereinigt werden. Ein Voranstrich sorgt anschließend dafür, dass die Abdichtung sicher haftet und der Untergrund gleichmäßig benetzbar ist.

Danach wird das Abdichtungssystem in der erforderlichen Schichtdicke aufgebracht, je nach Material ein- oder mehrlagig. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Übergänge zwischen Wand und Bodenplatte, die Anschlüsse an Lichtschächte oder andere Einbauteile sowie die Abdichtung von Fugen und Durchdringungen, da in diesen Bereichen besonders häufig Schwachstellen entstehen.

Sobald die Abdichtung vollständig ausgehärtet ist, folgt der Einbau der Schutz- und Wärmedämmschicht, die das System vor Beschädigungen und Wärmeverlust schützt. Falls notwendig, wird zusätzlich eine Drainage eingebaut, die Wasser zuverlässig vom Gebäude ableitet. Erst danach wird der Arbeitsraum lagenweise mit geeignetem, nicht scharfkantigem Material verfüllt.

Außenabdichtung im Bestand – Sanierung feuchter Keller

Bei bestehenden Gebäuden ist der Aufwand höher, doch lassen sich Feuchtigkeitsschäden durch eine normgerechte Außenabdichtung nachhaltig beheben. Dazu wird zunächst die gesamte Kelleraußenwand bis zur Fundamentsohle freigelegt und das umgebende Erdreich gründlich gereinigt. Das Mauerwerk wird anschließend bewertet, um Risse, Durchfeuchtungen oder Salzbelastungen zu erkennen.

Je nach Befund wird der Untergrund saniert, loser Putz entfernt und eine stabile Ausgleichsschicht hergestellt. Anschließend erfolgt der Aufbau der Abdichtung, die sich an der zuvor bestimmten Wassereinwirkungsklasse orientiert. Übergänge zum bestehenden Gebäude, Treppenanlagen oder Sockelbereichen werden individuell angepasst, damit keine neuen Schwachstellen entstehen. Zum Abschluss wird eine Schutzschicht oder Dämmung angebracht, und wenn erforderlich, eine Drainage eingeplant, die das Feuchteniveau im Erdreich dauerhaft reduziert. Gerade im Bestand zeigt sich, dass ohne eine gründliche Analyse schnell ein ungeeignetes System eingesetzt wird, weshalb eine professionelle Voruntersuchung unverzichtbar ist.

Konstruktive Details – die typischen Schwachstellen

Besonders anfällig für Feuchtigkeitseintritt sind nicht die großen Flächen, sondern die konstruktiven Details eines Bauwerks. Dazu zählt der Übergang zwischen Wand und Bodenplatte, der mit einer fachgerecht ausgeführten Hohlkehle und einer sauber überlappenden Abdichtung versehen werden muss, um Hinterläufigkeit zu vermeiden. Auch der Sockelbereich ist empfindlich, da hier die erdberührte Abdichtung in den Fassadenputz übergeht und zusätzlich Spritzwasser einwirkt.

Rohrdurchführungen und Kabel benötigen spezielle Manschetten oder Dichteinsätze, damit die Abdichtung kraftschlüssig anliegt und nicht unterwandert werden kann. Bewegungs- und Arbeitsfugen müssen systemgerecht behandelt werden, um Risse und Undichtigkeiten zu verhindern. Ebenso wichtig sind die Anschlüsse zu Kellerfenstern, Lichtschächten und Außentreppen, weil hier Feuchtigkeit leicht eindringen kann, wenn diese Übergänge nicht exakt auf die Abdichtungsebene abgestimmt sind. Die Qualität dieser Details entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer der gesamten Abdichtung.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Damit die Kellerabdichtung langfristig ihre Schutzfunktion erfüllt, ist eine sorgfältige Qualitätssicherung unverzichtbar. Dazu gehört die Dokumentation der aufgetragenen Schichtdicken ebenso wie Fotografien der ausgeführten Details, bevor der Arbeitsraum wieder verfüllt wird. Während der Arbeiten werden die Anschlüsse und Übergänge kontrolliert und überprüft, ob das ausgewählte System tatsächlich zur festgestellten Wasserbelastung passt. Eine umfassende Dokumentation ist nicht nur für die Nachvollziehbarkeit des Bauablaufs hilfreich, sondern bietet auch bei späteren Rückfragen oder Schadensfällen ein wertvolles Nachweisinstrument.

Checkliste für Bauherren, Planer und Ausführende

Für eine sichere und dauerhaft funktionierende Kellerabdichtung müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden. Dazu gehört die Analyse der Wasserbelastung und Bodenverhältnisse sowie die korrekte Festlegung der Wassereinwirkungsklasse.

Auch die Auswahl eines zugelassenen Systems, die sorgfältige Planung aller Details und die Einhaltung der vorgeschriebenen Schichtdicken spielen eine wesentliche Rolle. Ebenso wichtig ist der Schutz der Abdichtung vor mechanischen Beschädigungen und eine vollständige Dokumentation aller Arbeitsschritte. Werden diese Punkte beachtet, entsteht ein Abdichtungssystem, das den Anforderungen langfristig gerecht wird.

Eine normgerechte Kellerabdichtung von außen nach DIN 18533 stellt die zuverlässigste Methode dar, um erdberührte Bauteile dauerhaft vor Feuchtigkeit und Wassereinwirkungen zu schützen. Sie hält die Konstruktion trocken, sorgt für ein gesundes Raumklima und trägt entscheidend dazu bei, die Lebensdauer und den Wert eines Gebäudes langfristig zu sichern.

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